Die Signatur der Schwertlilie – Volksmedizin und Kosmetik

Die Schwertlilie, vielen bekannt als Iris oder Blaue Lilie, hat jetzt wieder Saison und erscheint in so manchem Garten. Die außergewöhnlich schöne Pflanze hat zahlreiche Eigenschaften, die in der Volksmedizin Verwendung finden. Ihr angenehmer Duft ist fester Bestandteil in der Parfümwelt, und ihr Wellnesseffekt macht sie beliebt in der Kosmetik. So vielfältig, wie sie eingesetzt werden kann, ist es naheliegend auch ihre Historie und mystische Bedeutung unter die Lupe zu nehmen, und einen genauen Blick auf die Iris und ihre Signatur zu werfen. Wer hat jetzt bereits eine Idee?

Die Blaue Lilie, unsere Pflanze des Monats Februar

Wenn das Wetter auch im Süden noch ganz ungemütlich ist, und sich alle Spanier in schlecht geheizten Räumen vor dem Kamin drängen (vorne warm und hinten kalt), dann sind die Feldränder, Auffahrten zu den Häusern und Gärten, von dunkellila gefärbten Blumen gesäumt. Wenn sich dieses traumhafte Bild ergibt, kann der Frühling beginnen.
Die Schwertlilien gibt es rund ums Mittelmeer seit den Zeiten der Ägypter, weswegen wir sie sogar auf Papyri abgebildet finden. Sie bedeuten Ruhe und Gelassenheit, stärken das Selbstbewusstsein, und fördern die Kommunikation mit der Anderswelt, weswegen sie auch eine Pflanze der Priesterkaste oder Herrschenden war.
Die Energie der Pflanze wirkt auch über ihren Duft: In Spanien ist sie ein Bestandteil vieler Parfümes und Eau de Toilettes. Auch dort stärkt sie die Seele und fördert das Selbstbewusstsein. Wer also ein Parfüm tragen möchte, das genau diese Aspekte unterstützt, sollte nach Iriskomponenten im Duft Ausschau halten.
 Schwertlilien sind Pflanzen der griechischen Götterbotin Iris, die die Seelen der Verstorbenen entlang einem Regenbogen in das Reich des ewigen Friedens zu führen hatte. Noch heute schmückt man im Orient Gräber mit weißen oder blauen Schwertlilien. In der christlichen Symbolik wurde die Blume Iris zur Überbringerin göttlicher Botschaften, und der Regenbogen selbst zum Zeichen des neuen Bundes zwischen Gott und den Menschen, und ein Zeichen der Versöhnungsbereitschaft Gottes nach der Sintflut.

Die Iris in Wellness und Kosmetik

In der Kosmetik und Parfümerie wird das ätherische Öl der Droge wegen seines veilchenartigen Geruchs vielfältig eingesetzt. Ein besonderer Trick für die Schönheit ist es, Iriswurzel zu pulverisieren und dem Haarshampoo zuzusetzen. Man vertreibt Schuppen damit, und verleiht dem Haar einen ausgefallenen Duft und leuchtenden Glanz (muss man aber etwas einwirken lassen).

Doch die Blaue Lilie kann mehr als gut duften und die Haare verwöhnen: Sie ist eine echte Beauty-Pflanze und wirkt auch auf die Haut. Als Gesichtswasser oder Creme beseitigt die Iris Unreinheiten oder Flecken, strafft und verleiht eine gewisse Frische.
Auch interessant: Da der Duft und Geschmack so angenehm ist, hat man früher auch Liköre und Weine damit versetzt. Zu den Likören, denen Iriswurzel, auch Veilchenwurzel genannt, zugesetzt wird, gehören Benediktiner, Danziger Goldwasser und Cordial Medoe. Auch zum Aromatisieren von Weinen wie Ghianti und Tabaken wird Veilchenwurzel verwendet.

Die Signatur der Iris

Wer bis hierher mitgelesen hat, ist wahrscheinlich einige Signaturen durchgegangen: Vielleicht Sonne, wegen dem Augenbezug, Merkur wegen des erwähnten Regenbogens und ein paar Aspekten der Bedeutung der Pflanze, oder Venus wegen des Beautyeffekts? Diese Signaturen waren unter anderem Antworten in unserem #Signaturenquiz auf Social Media. Wer uns noch nicht folgt, findet uns unter @signaturleben auf Facebook und Instagram!

Die Schwertlilie oder auch Lirio azul, wie sie bei uns in Spanien genannt wird, Iris germanica für Biologen, hat durch ihre Sechszipfeligkeit Jupitersignatur. Die beiden Kraftfarben Violett und Gelb sind hier leuchtend vertreten.

Kennt man die Signatur der Pflanze, kann man sie viel besser einschätzen, auf ihr Wesen und ihre Bedürfnisse eingehen, und sie erst richtig verstehen.

Typisch für eine Jupiterpflanze sind die medizinischen Anwendungen entsprechend umfangreich.
Bekannt sind die Iriswurzeln gegen Zahnschmerzen, Entzündungen der Haut oder Schleimhäute. Daran sieht man, dass es bei den Schwertlilien nicht nur um den angenehmen Geschmack und den Beautyfaktor geht, sondern ein umfangreicher Nutzen für die Naturmedizin besteht.
Über den Wellnesseffekt hinaus sorgen bestimmte Inhaltsstoffe wie das hormonartige Iridin, und die beiden Abkömmlinge der Myrsticinsäure, für eine Wirkung auf die Atemwege, Verdauungsorgane und bei Leberüberlastung. Hierfür empfiehlt sich allerdings eine homöopatische oder spagyrische Version. Die Leber ist ein Organ, das der Jupitersignatur zugeordnet wird. Deshalb sind Probleme mit der Leber typische Themen bei den Menschen mit Biotyp 6.
In der Volksheilkunde wird die Vielseitigkeit der Pflanze besonders deutlich: Dort werden ihre Eigenschaften bei Erkrankungen der Atemwege wie Asthma, Bronchitis und Husten genutzt. Aber auch bei Brechreiz und Ekelgefühl kommt sie zum Einsatzt, sowie bei Blähungen und Kreislaufschwäche.
Früher wurde die entrindete und getrocknete Wurzel für zahnende Kinder zum Beißen verwendet.
Jupiterpflanzen sind unabhängige Geister. Man kann sie nicht gut in Beete pflanzen.
Die Blaue Lilie vermehrt sich selbstständig und unabhängig, gedeiht an Rändern, aber nicht im Beet, wo man sie gepflanzt hat.
Der Schwertlilie muss man Freiheit lassen, dann vermehrt sie sich wie Unkraut.

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