Die Signatur von Ländern erkennen: Das alte Persien

Die Signatur von Ländern und Kulturen ist immer besonders interessant, weil man die signaturspezifischen Merkmale auf eine Bevölkerung oder goegraphische Struktur beziehen und erkennen kann. Wie ist das Land geprägt, in dem ich lebe? Meine liebsten Reiseziele oder Lieblingsländer haben welche Signatur? Die Signatur einer Kultur erkennt man am z.B. am Essen, den kulturellen Festen,…

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Die Signatur von Ländern und Kulturen ist immer besonders interessant, weil man die signaturspezifischen Merkmale auf eine Bevölkerung oder goegraphische Struktur beziehen und erkennen kann. Wie ist das Land geprägt, in dem ich lebe? Meine liebsten Reiseziele oder Lieblingsländer haben welche Signatur? Die Signatur einer Kultur erkennt man am z.B. am Essen, den kulturellen Festen, Kunst, Werten, Kleidung und dem gesellschaftlichen System. Deshalb ist es immer von Vorteil, dass man das Land selber besucht und die Menschen kennengelernt hat.

Wie kann ich die Signatur des Iran aufschlüsseln?

Auf den Social Media Seiten der Paracelsus Akadmie (@paracelsus.akademie) nehmen wir gerne Fragen und Themenwünsche entgegen. Zu unserem Kulturenformat, in dem die Signatur eines Landes entschlüsselt wird, sind zahlreiche Wünsche eingegangen, u.a. bezüglich des Iran. Zuletzt hatten wir dazu einen Post, doch für die lange Version ist dieser Blog vorgesehen.

Um die Signatur des Iran zu erkennen, blicken wir auf das alte Perserreich mit seiner Kultur. Eine kleine Zeitreise in den Orient, auf der Du die Signatur Persiens erkennen kannst. Außerdem erfährst Du die Signatur des Römischen Reichs und bekommst einen spielerischen Einblick in das Verhältnis der beiden Großmächte, und eine Erklärung für den ewigen Konflikt!

Eine Zeitreise ins alte Perserreich

Zu den ältesten Kulturen unserer Welt gehört das Großreich der Perser. Die ersten Zeugen von Städten mit riesigen Monumentalbauten finden sich 5000 vC.
Zur Zeit ihrer größten Ausdehnung gehörte ihnen der komplette vordere Orient, im Osten bis Indien, nach Norden bis Türkei und Russland, Afghanistan,
Turkmenistan und Aserbeidschan inklusive, im Süden hatten sie zeitweise sogar Ägypten erobert.
Danach fielen immer neue Völker in das zerfallende Perserreich ein, Turkstämme, südrussische Nomaden, sogar Kosaken, die neue Dynastien
bildeten. Bei solchen Ausdehnungen und solchem Völkergemisch fällt es schwer eine Signatur auszumachen. Man muss da schon von einem Gemisch
von allen sieben Biotypen ausgehen, wovon vielleicht eine etwas dominiert.
Ein bestimmtes Feld hat auch bestimmte Einflüsse.
Das fruchtbare Zweistromland kann mit Fug und Recht als Wiege der Kultur angesehen werden.
Alte Kulturen zeigen uns wozu der Mensch fähig ist und was uns von den übrigen Tieren unterscheidet:
Es ist der Drang nach Schönheit, die ewige Sehnsucht nach dem 5. Element.

Welche Signatur dominiert und welche Signaturen kannst Du erkennen?

Was machte Persien als Reich so erfolgreich?
Der Handel mit allem, was schön ist: Teppiche, Seide, kunstvolle Keramik, Metallarbeiten und Schmuck. Erst in zweiter Linie zählte der Handel mit landwirtschaftlichen Erzeugnissen, die der Mensch zum Überleben braucht.
Die Perser waren hierbei nicht nur Erzeuger sondern auch Zwischenhändler. Ware aus Indien und China wurden auf ihrem Weg ins römische Imperium mit hohen Zöllen belegt und sorgten für Reichtum. Wenn man die kriegerische Weltmacht Rom getrost als Marskultur bezeichnen
kann, wo fast jeder freie Bürger ab dem 16. Lebensjahr Militärdienst leistete, so war Persien der durch die Venus geprägte Gegenspieler.
Die römischen Patrizierinnen, wahrscheinlich die Venusgattinnen der Senatoren, gaben das zusammengeraubte Vermögen ihrer Ehegatten gerne
wieder aus, indem es sie genau nach den persischen Waren der ewigen Feinde verlangte.
Die Römer ärgerten sich über den persischen Zwischenhandel, es ärgerte sie
all der unnütze Luxus, es ärgerte sie aber noch mehr, dass sie es nicht schafften, das Perserreich zu besiegen. 8 Legionen verlor der gute Imperator
Crassus dort, und nur der geniale Feldherr Trajan schaffte es 2 Jahrhunderte später, wenn auch nur für die Dauer seines eigenen Lebens, zwei kostbaren
Hauptstädte am Zweistromland zu erobern.
Die Perser waren nämlich nicht nur für Schönheit und Luxus zuständig, sie waren auch geniale Strategen, die Griechen, Römer, Briten und heute
Amerikaner zur Verzweiflung bringen können. Auch grausam konnten sie sein, wenn auch mit Stil. Crassus abgeschlagenes Haupt wurde als vergoldete
Requisite in einem Theaterstück den gefangenen römischen Gästen
präsentiert.

Eine reine Hau-drauf Strategie liegt den Persern nicht. Als menschliche Katzen verstehen sie etwas von Tücken und Schlichen. Das sollte eigentlich jeder
Politiker aus der Geschichte gelernt haben. Bezeichnenderweise gibt es eine Katzenart, die sich von allen Artgenossen am
meisten von der Natur wegbewegt hat. Sie eignet sich nur dazu in Palästen auf Ottomanen und Kissen zu liegen. Das lange Fell würde draußen verfilzen und
wäre zur Jagd eher hinderlich. Für das Harem war so ein Tier aber unverzichtbar, denn es eignet sich zum Schmusen und schnurrt die
emotionalen Probleme seiner Herrin hinweg.

Persien war zu seinen besten Zeiten polygam. Ein Herrscher definierte sich auch immer gern über Anzahl und Schönheit seiner Frauen. Als die Religion der Zoroaster durch den Islam abgelöst wurde, änderte sich dies nicht, außerdem war die persische Kultur so stark, dass der Islam schnell seine Wüstenkargheit
verlor und die Venusideale weiter trug, bis nach Spanien, wie die herrlichen Monumente hier zeigen.

Bagdad kennt jedes Kind, weil der unvergessliche Kalif Harun ar-Raschid der Held der 1001 Nacht Geschichten ist. Wer vom Orient träumt, meint die Welt dieser Märchen, die von murmelnden Brunnen, raschelnder Seide, klingenden Zimbeln, süßem Konfekt und mandeläugigen Schönheiten geprägt sind.
Hierhin gehört auch Omar Chayyam mit seinen unvergesslichen Gedichten, in denen der Wein aus den Trauben der Region Shiraz eine bedeutende Rolle
spielt. Was haben die spanischen Christen heute für ein Glück sich an der Shirah Traube erfreuen zu können!

 

Die Sinnenfreude gehört zur Venus, und nirgends finden wir sie stärker als in Persien.
Ein strenger, sinnesfeindlicher Islam unter einer Mullahregierung passt daher überhaupt nicht zu diesem wundervollen Land und wird sich dort nicht auf ewig
halten können. Überließe man das Land sich selbst und würde nicht von außen die Staatsoberhäupter umbringen, was jahrhundertelang die
verschiedenen Dynastien selber konnten, würde sich der Fanatismus auf die Dauer von selber wieder legen.

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