Kaum jemand wird noch nicht von der Sonnenfinsternis am 12. August gehört haben, schließlich ist sie seit Wochen in aller Munde. Doch was bedeutet eine Sonnenfinsternis und was können wir aus der Mythologie mitnehmen?
Die Sonnenfinsternis
Dieses Jahr lohnt sich die Reise nach Spanien mehr denn je. Denn nur hier
werden wir am 12. August nachmittags eine komplette Sonnenfinsternis
erleben.
Es wird sein als hätte jemand das Licht ausgeknipst, Vögel verstummen, Blüten
schließen sich und die Zikaden hören auf zu zirpen. Trotzdem fürchten wir uns
heute nicht mehr, denn wir wissen was passiert.
Der Mond schiebt sich zwischen Erde und Sonne.
Für die Wissenschaft war das immer ein Fest, so konnte anhand der
Untersuchung der Corona das Element Helium gefunden werden oder anhand
der Lichtbeugung Einsteins Relativitätstheorie bestätigt werden.
Trotzdem hat so ein Phänomen immer eine gewaltige Wirkung auf die Psyche,
Wissenschaft hin oder her.
In alten Zeiten wurde es je nach Kultur und Glaube als gutes oder schlechtes
Omen empfunden und dementsprechend auch entsprechende
Schutzmaßnahmen empfohlen.
Die Bedeutung der Sonnenfinsternis bei den Griechen

Bei den Griechen galt die Finsternis als schlechtes Omen. Die Göttin der
Zwietracht hatte Streit mit der der Schande, Zeus versuchte mit einem Blitz
dazwischen zu gehen, traf aber den Gott Helios, den es glatt aus der Bahn
warf.
Was lernen wir daraus? Ganz banal, dass man sich als Mann in Streitereien
zwischen Frauen nicht einmischen soll? Ja, auch das, vor allem aber dass es
immer beunruhigend ist wenn etwas so sicheres wie der Sonnenauf- und
Untergang plötzlich nicht mehr funktioniert.
Die Griechen trugen dann Goldschmuck und Sonnensteine, um die
Lebensenergie zu verstärken.
Gold ist das Metall, das der Signatur Sonne zugeordnet wird. Als Sonnensteine kennen wir den Bergkristall, den wertvollen Diamant oder auch das Tigerauge. Beryll und Goldfluss sind auch Sonnenminerale, und eignen sich besonders für Sonnengeborene! Diese Steine als Schmuck getragen und in Gold gefasst sind die perfekten Begleiter während einer Sonnenfinsternis.

Weitere Mythologie zur Sonnenfinsternis
In China glaubte man, dass ein Drache die Sonne anknabberte und sie versuchten
mal wieder mit Feuerwerk den bösen Drachen zu vertreiben.
Am besten gefällt mir persönlich aber die ägyptische Variante. Was Astronomie
und Astrologie angeht, verdanken wir ihnen ja bekanntlich sehr viel.
Die Ägypter erzählten, dass die Mondgöttin Selket sich immer dann schützend
vor Ammon Ra stellt, wenn dieser von der Schlange Apophis angegriffen wird.
Ihre Aufgabe ist es jede Nacht mit der Schlange zu kämpfen und von Ra fern zu
halten, aber manchmal entkommt das Reptil eben und bedroht den obersten
Gott.
Man erkennt, dass die Ägypter wussten was eine Sonnenfinsternis ist,
allerdings fügten sie dem rein natürlichen Phänomen auch eine Bedeutung
hinzu, die wir heute zur Alchemie zählen würden: Das Geschwister/Königspaar
Sonne und Mond beherrscht den Tag und die Nacht, die guten und bösen
Kräfte.
Das Saturntier Schlange gehört wie die Mondgöttin zur Nacht. Dort fechten sie
ihre Kämpfe aus, wobei dieses Ringen keiner von beiden gewinnen kann. Es ist
der ewige Kampf der Ratio gegen Intuition, Verstand gegen Gefühl.

Für den Sonnengott aber ist der Saturn immer eine Gefahr, schließlich glaubt
der Sonnengott alles Wissen für sich alleine zu besitzen und alleine herrschen
zu können. Wenn der Mond ihm nicht hilft fällt der strahlende Held aber dem
Rationalisten zum Opfer.
Nun dürfen wir darüber nachdenken, warum dieser Kampf sich am Himmel des
Jahres 2026 ereignet…..
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